Ein Projekt des
Frauenbund Bayern

Meine Hochzeit – ein Traum!

Hochzeit planen

Ist es wirklich erst einen Monat her, dass ich ja gesagt habe? Seither kann ich an nichts anderes mehr denken als an unsere Hochzeitsfeier. Es gibt im Vorfeld wirklich eine Menge zu organisieren. Kein Wunder, dass manche Paare für ihre Hochzeit sogar einen professionellen Hochzeitsplaner buchen. Doch ich liebe solche Herausforderungen! Darum kümmere ich mich selbst um die Planung – mit Unterstützung unserer Eltern und meiner besten Freundinnen. Zuallererst mussten wir ein Datum für die Hochzeit finden. Frühling und Sommer sind die beliebtesten Jahreszeiten, aber wir möchten im September heiraten. Dafür gibt es einen bestimmten Grund, wir haben uns nämlich im September kennengelernt. Das Standesamt hat zum Glück unseren Wunschtag bestätigt. In genau einem halben Jahr ist es soweit – eine lange Zeit bis dahin, aber trotzdem habe ich jetzt schon Herzflattern! Um unnötigen Stress zu vermeiden, habe ich eine Checkliste erstellt und einen Ordner zum Thema angelegt. Das könnte auch für die Planung deiner Hochzeit hilfreich sein.

Hochzeit feiern – wann, wie & wo?

Also wie die Hochzeit planen? Bevor es mit der Hochzeitsfeier ins Detail geht, muss das „Wann“ stehen. Eine verbindliche Anmeldung beim Standesamt ist sechs Monate vorher möglich. Falls ihr noch langfristiger plant, könnt ihr aber fast immer auch einen Termin reservieren. Möchtest du deinen Liebsten nicht nur standesamtlich heiraten, sondern auch in der Kirche vor dem Traualtar? Dann nimm am besten parallel mit dem Pfarramt Kontakt auf, um die Termine abzustimmen. Steht der Termin fest, könnt ihr ein Budget für die Hochzeit abstecken, die Anzahl der Gäste erst einmal über den Daumen peilen und darauf abgestimmt die Hochzeitslocation auswählen. Übrigens sind Locations für die Hochzeitsparty oft weit im Voraus ausgebucht, vor allem im Mai, dem beliebtesten aller Monate für eine Hochzeit. Wir hatten Glück, dass es im September mit unserem Wunschlokal noch geklappt hat. Die Überlegung „Wo Hochzeit feiern“ gehört auf der To-do-Liste darum mit zu den wichtigsten Punkten.

Eine teure Angelegenheit? Hochzeit – wer zahlt was …

Schwelgst du so gerne wie ich in hollywoodreifen Hochzeitsplänen? Aber wenn du deine Traumhochzeit nicht mal eben locker aus der Portokasse bezahlen kannst, musst du rechnen: Brautkleid, Ringe, Gäste, Essen & Trinken, Hochzeitsfotograf … Da schnell eine stattliche Summe zusammenkommen kann, gilt es also gemeinsam zu überlegen. Ich bekam schon etwas Panik und fragte im Familienkreis nach: Wer richtet die Hochzeit aus? Meine Oma meinte, früher hätten das grundsätzlich die Brauteltern übernommen, diese starre Regel sei aber überholt. Mein Zukünftiger und ich haben es so gelöst, dass wir einen Teil bezahlen und unsere Familien sich je nach finanziellen Mitteln beteiligen. Mir ist es wichtig, realistisch zu bleiben und kreativ zu denken, um die Kosten überschaubar zu halten. So habe ich zum Beispiel die Hochzeitseinladungen selbst gestaltet und drucken lassen, und auch für die Danke-Karten habe ich schon einen Entwurf. Nach meinem gestrigen Ausflug in ein Geschäft für Brautkleider muss ich allerdings gestehen, dass in Sachen Hochzeitskleider bei mir die Vernunft ein bisschen ausgesetzt hat. Naja, dafür habe ich anderswo gespart!

Wünsch dir was: Geschenke zur Hochzeit

Die erste Einladung war noch nicht mal gedruckt, da hatte sich wohl schon herumgesprochen, dass ich heirate. Echt lustig, täglich bekomme ich E-Mails zum Thema Hochzeitsgeschenke. Fehlt nur noch, dass im Betreff steht: Eure Hochzeit – was schenken? So viele Geschenkideen fallen uns aber auch nicht ein für unsere Hochzeit, was braucht man schon? Gläser, Porzellan, Besteck, Töpfe, Bettwäsche, Handtücher – das haben wir alles. Die E-Mails brachten mich aber auf zwei gute Einfälle für den Text der Einladung. Darauf gibt es jetzt etwas „Kleingedrucktes“, nämlich erstens den Hinweis, dass wir uns über eine kleine Finanzspritze für unsere Hochzeitsreise freuen, und zweitens einen Hinweis zum Thema welches Outfit zur Hochzeit, das anscheinend vor allem meine Freundinnen extrem beschäftigt. Jetzt wissen alle, dass es gerne etwas schick sein darf, aber keine steife Abendgarderobe sein soll. Schließlich wollen wir tanzen und ganz viel Spaß haben! Womit ich schon bei den nächsten Punkten wäre, nämlich Musik und Hochzeitsfotos.

Deine Hochzeit – wer tanzt mit wem?

Stell dir vor, du feierst Hochzeit und deine Gäste sitzen die ganze Zeit nur an ihren Tischen und warten aufs Anschneiden der Hochzeitstorte. Wie öde! Auf der Checkliste für die Hochzeit solltest du den Punkt Musik möglichst früh klären, wenn du einen DJ oder eine Band engagieren willst. Das gilt gleichermaßen für Hochzeitsfotografen. Nach dem offiziellen Teil mit einer kleinen Rede und dem anschließenden Festschmaus freuen sich alle über ein paar Hochzeitsspiele zur Auflockerung, vielleicht auch einen Sketch – und über Musik, die zum Tanzen einlädt. Egal ob Musiker oder DJ, Hauptsache ist, dass sie ein breites Repertoire an generationenübergreifender Musik spielen. Die Frage, wer bei einer Hochzeit mit wem tanzt, lässt sich leicht beantworten: Nach dem kurzen Eröffnungswalzer des Brautpaars tanzt die Braut mit ihrem Vater und der Bräutigam mit seiner Mutter. Nach einer Minute wird gewechselt. Es tanzen nun Braut und Schwiegervater, Bräutigam und Schwiegermutter und Brautvater mit Bräutigammutter. Danach gehört die Tanzfläche allen!

Erst später wichtig bei der Hochzeitsplanung: Trauzeuge, Blumenschmuck, Dekoration

Die Liste mit den Aufgaben vor einer Hochzeit ist zwar lang, aber du musst ja nicht alles auf einmal erledigen. Da ich Hochzeitskleider schon abhaken kann – Brautkleid und Schleier hab ich ja schon gefunden – werde ich jetzt erst einmal relativ entspannt mit meinem Liebsten die Ringe aussuchen und überlegen, wer Trauzeuge werden soll. Die Tischdeko für die Hochzeit besprechen wir ebenso wie die Tischordnung erst später, wenn wir wissen, wie viele Gäste zugesagt haben. Mein Vater meint, dass zu einer Hochzeit Feuerwerk gehört. Darum darf er sich gerne kümmern, dann ist er wenigstens gut beschäftigt. Ich plane stattdessen mit meinen Mädels den Junggesellinnenabschied. Da werden WIR es nämlich krachen lassen! Bestimmt kann ich die Ablenkung auch gut brauchen, denn je näher die Hochzeit rückt, desto mehr gibt es zu tun. Aber ich wollte ja unbedingt mein eigener Wedding Planner sein. Was auf meiner Liste sonst noch steht? Naja, Dinge wie Hochzeitstanz üben, Menü festlegen, Gastgeschenke und Gästebuch aussuchen, beim Floristen wegen Blumen beraten lassen und irgendwann auch mal den genauen Ablaufplan erstellen.

Was ich nicht aufgeschrieben habe: Den Kuss üben! Ernsthaft, bei den absoluten Perfektionisten unter den Hochzeitsplanern kommt der Hochzeitskuss mit auf die To-do-Liste. Ohne mich – ich vertraue darauf, dass wir das auch ohne Generalprobe perfekt hinbekommen.